Geschichte
Fast 800 Jahre geschriebene Geschichte – von der ersten urkundlichen Erwähnung bis zur lebendigen Gemeinde von heute.
Die Anfänge – Leiningen im Lorscher Kodex
Das Wort „Leiningen" taucht erstmals im Lorscher Kodex des Jahres 780 auf, wo Waldbesitz „in linunga marca" aufgezeichnet ist. Der Name leitet sich vermutlich vom Leinbach ab, wie der Eckbach früher hieß – benannt nach seinen Leinbäumen (Ahorn). Im Jahr 1068 erscheint erstmals in einer Schrift in Lorsch ein „Emicho de Liningen", um 1149 auch im Urkundenbuch des Klosters Otterberg.
Die Leininger Grafen
Die Ortsgemeinde ist älter als die Burg. Die Grafen haben ihren Namen nach ihr gewählt. Über fast 800 Jahre hatten die Leininger Grafen regierende Funktionen unter vielen Kaisern im Reich. Das langgestreckte Straßendorf im Tal des Eckbachs war stets das Zentrum ihrer Herrschaft.
Chronik
Das Wappen
Das Wappen der Ortsgemeinde wurde 1980 von der Bezirksregierung Neustadt genehmigt. Es geht zurück auf ein Siegel von 1716 und entspricht dem Wappen der Grafen von Leiningen-Westerburg, die auf der Altleininger Burg ihren Stammsitz hatten.
Ortsteil Höningen
Der historisch wichtigste Ortsteil ist südlich von Altleiningen das Dorf Höningen – ein ehemaliges Augustiner-Chorherrenstift, von Graf Emich II. um 1120 gestiftet. Die erste Klosterkirche wurde 1142 geweiht. Das Kloster zu „Heyne" wurde 1573 aufgelöst. Erhalten ist eine Giebelwand. Westlich davon steht eine kleine romanische Landkirche (St. Jakob, evangelisch) mit Wandmalereien aus dem 14. Jahrhundert, Emporen, Kanzel, Grabdenkmälern der Leininger Grafen sowie einem Taufstein von 1230.